Manchmal sitze ich abends am Küchentisch, das Haus ist still. Meine Tochter schläft schon, ich starre auf den blinkenden Cursor und frage mich: Wie fange ich das jetzt an?
Es gibt so viele Gedanken in meinem Kopf. Über Vaterschaft, über Beziehungen, über Momente, in denen ich an meine Grenzen stoße. Und dann ist da diese leise Stimme: „Schreib’s auf. Erzähl davon.“
Blog schreiben mit KI? Das klingt erstmal nach Zukunftsmusik, ist für mich aber inzwischen ein ganz normaler Teil meines Alltags.

Warum ich mir Unterstützung geholt habe

Ich wollte diesen Blog unbedingt schreiben – weil es mir hilft, mich selbst zu sortieren und weil ich hoffe, dass andere sich darin wiederfinden.
Aber ehrlich? Allein hätte ich es wohl nie so regelmäßig geschafft. Ich arbeite, ich bin Papa, ich versuche, nicht in meinen alten Mustern zu versinken. Ich wollte einen Weg, wie ich schneller ins Schreiben komme, ohne dass es nach Fließband aussieht.

Wie KI mir beim Schreiben hilft

Ich nutze KI-Tools wie ChatGPT nicht, um für mich zu schreiben. Sondern um Struktur zu finden, wenn meine Gedanken noch chaotisch sind.
Manchmal schiebe ich ein paar Stichworte rüber: „Vaterschaft, Grenzen, Müdigkeit“ – und bekomme eine grobe Gliederung zurück. Das hilft mir, nicht zu verzetteln.
Oder ich habe einen Absatz geschrieben, der sich hölzern anfühlt. Dann lasse ich mir Vorschläge geben, wie ich ihn flüssiger ausdrücken könnte. Ich picke mir raus, was zu mir passt, und überarbeite den Rest.
Alles, was du hier liest, habe ich am Ende selbst entschieden. Ich streiche, ich ergänze, ich schreibe um. Die KI ist wie ein Kumpel, der mir beim Brainstormen hilft.

Ich bin mit meinen Erfahrungen übrigens nicht allein. Marlis Schorcht beschreibt in ihrem Artikel sehr schön, wie KI helfen kann, Struktur zu finden und Schreibblockaden zu lösen. Genau diesen Effekt nutze ich für mich auch.

KI‑generierte Bilder – meine Entscheidung für mehr Schutz

Vielleicht ist dir schon aufgefallen: Die Bilder hier zeigen nie mich oder meine Tochter. Und das ist Absicht.
Privatsphäre ist mir wichtig. Ich will, dass meine Kleine irgendwann sagen kann: „Cool, Papa hat geschrieben“, ohne dass sie sich bloßgestellt fühlt.
Deshalb nutze ich KI, um passende Stimmungen einzufangen. Ein leerer Spielplatz im Abendlicht. Ein Schreibtisch mit zerknülltem Papier. Diese Bilder transportieren Emotionen, ohne dass echte Menschen darauf zu sehen sind. Das gibt mir Freiheit.

Meine Erfahrungen, Learnings und Grenzen

Es gibt Tage, da denke ich: Ohne KI würde ich diesen Blog gar nicht mehr schaffen.
Die Tools geben mir kreative Impulse, lassen mich schneller ins Schreiben kommen. Ich lerne, meine Gedanken klarer zu formulieren. Und ja, es spart Zeit.
Aber es gibt auch Grenzen. KI spürt nicht, was ich gefühlt habe, als ich nachts allein im Wohnzimmer saß, weil ich den Streit mit meiner Ex nicht verdauen konnte. Diese Tiefe, diese Ehrlichkeit muss von mir kommen.
Manchmal ist ein KI‑Vorschlag zu glatt, zu perfekt. Dann schiebe ich den Text weg und schreibe lieber holprig, aber echt. Weil das hier mein Blog ist.

Ich habe mir auch Experimente anderer angeschaut, zum Beispiel das Selbstexperiment von Birgit Lorz. Dort wurde ein kompletter Blog rein von KI schreiben gelassen – spannend, aber für mich auch eine Warnung: Es fehlte die Tiefe und die persönliche Note. Genau deshalb sitze ich am Ende immer selbst nochmal an jedem Satz.

Block schreiben mit KI – Fazit mit Einladung zum Dialog

Auch andere Blogger, wie zum Beispiel Mike Stuzzi, kommen zu einem ähnlichen Schluss: KI kann inspirieren und beschleunigen – aber die eigene Stimme macht den Unterschied. Und genau darauf kommt es mir an.

Übrigens: Hinter den Kulissen von Vaterblick gibt es mehr als „nur“ meine Texte. Ich habe mir mit der Zeit ein eigenes kleines Redaktionshandbuch, ein Workflow‑Template und sogar ein Konzept für die Themen entwickelt. Das hilft mir, den Überblick zu behalten und meine Gedanken zu sortieren. Wenn dich interessiert, wie das aussieht und wie ich damit arbeite – sag gern Bescheid. Dann erzähle ich in einem der nächsten Artikel mehr darüber.

Mich würde interessieren:
Wie stehst du dazu? Könntest du dir vorstellen, selbst mit KI zu schreiben oder Bilder zu gestalten?
Schreib’s gern in die Kommentare. Ich freue mich auf den Austausch mit dir.